Entspannungspädagogik - rechtliche Aspekte

Gesundheitsfördernde Maßnahmen wie das Autogene Training oder andere Entspannungsverfahren sind in unserem Gesundheitssystem ein wichtiges Instrument einerseits zur Prävention, also zur Gesundheitsvorsorge. Bei der Prävention kommt das AT zum Einsatz, bevor eine psychische-, oder psychosomatische-, oder somatische Störung überhaupt entstehen kann.

Alle weiteren, auf schon bestehende Krankheitssymptome gerichtete Maßnahmen sind THERAPIE, DIE ENTSPANNUNGSPÄDAGOGEN NICHT AUSFÜHREN DÜRFEN. Therapieren, d.h. die Anwendung von Entspannungsmaßnahmen zur gezielten Beeinflussung eines bestehenden Störungsbildes ist in der BRD Ärzten, Heilpraktikern und Psychotherapeuten vorbehalten.

Zu beiden Zwecken des Einsatzes von Entspannungsverfahren besteht ein große Nachfrage. Viele "mündige Bürger/innen" haben erkannt, dass es besser ist, sich aktiv mit der eigenen Gesundheit auseinander zu setzen, als sich im Nachhinein einer medizinischen, psychologischen oder heilpraktischen Therapie unterziehen zu müssen.

Die Grenzen einer Ausbildung zum Entspannungspädagoge sind erreicht, wenn die angewandten Verfahren der Entspannung das Feld der Beratung und Prophylaxe verlassen und in den (psycho-) therapeutischen Kompetenzbereich einmünden.

Dieser Übergang ist jedoch keine klar umschriebene Grenze, sondern ein äußerst fließender und damit sensibler Wechsel. Die Grenze zwischen der Anwendung von Entspannungsverfahren/Beratung und Psychotherapie wird von den verschiedenen Autoren unterschiedlich gezogen.

Die Oberstufe des Autogenen Trainings wird häufig bereits in das therapeutische Feld verlegt, andererseits gibt es viele Autoren, die hypnotherapeutische Elemente dem Bereich der Beratung zuordnen. Aus diesem Grund ist es sehr schwer, in der Ausbildung von Seminarleitern und Entspannungspädagogen eine klare Trennung zwischen Beratung und Therapie zu vermitteln.

In unserer Ausbildung sind tiefenpsychologisch/psychoanalytische Anwendungen nicht enthalten. Die Mittel- und Oberstufe des Autogenen Trainings sowie die gestufte Aktivhypnose und auch klassische Hypnose sowie moderne Hypnotherapie nach M.H. Erickson und psychotherapeutische Verfahren der Imagination wie das Katathyme Bilderleben gehören nicht zum Unterrichtsprogramm. Diese Verfahren werden explizit als therapeutische Verfahren angesehen und es wird dringend abgeraten, solche Techniken einzusetzen, ohne eine qualifizierte psychotherapeutische Ausbildung in diesen Ansätzen absolviert zu haben. Sie gehören in die Hände von psychotherapeutisch ausgebildeten Ärzten, psychologischen Psychotherapeuten sowie heilkundlichen Psychotherapeuten.

Mehr Informationen zum Lehrgang Seminarleitung Autogenes Training (Entspannungspädagogik) erhalten Sie auf www.btb.info/entspannungspaedagoge.

Unser aktuelles Studienprogramm mit weiteren Informationen sowie den Unterlagen zur Studienanmeldung erhalten Sie unter http://www.btb.info/infoanforderung

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